Lokale Agenda 21 - Was tut sich in Oberkappel?

22.07.2008 00:00

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Was uns wirklich wirklich wichtig ist...

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Kernteamleiter Erwin Altendorfer - Gedanken zur Lokalen Agenda 21

Erwin AltendorferDie Lokale Agenda 21 ist ein Projekt der Vereinten Nationen und wurde bereits 1992 beim Erdgipfel der vereinten Nationen in Rio ins Leben gerufen. Es wurde erstmals der Begriff einer “Nachhaltige Entwicklung“ definiert und als weltweites Leitziel:“Die Deckung der Bedürfnisse gegenwärtiger Generationen soll so erfolgen, dass auch künftige Generationen ihre Bedürfnisse auf gleichem Niveau decken können “formuliert. 2005 startet in Oberösterreich das 100-Gemeindenprogramm zur Agenda 21.

Die LA21 wurde 2006 in Oberkappel gestartet. Sie umfasst vier große Themenbereiche welche im Zukunftsprofil Oberkappel festgehalten sind.

  1. Jugend OKay? (Jugend, Bildung, Sport, Freizeit)
  2. Lebensqualität für uns und unsere Gäste (Netzwerk Tourismus – Kultur – Freizeit in Oberkappel)
  3. Lebensqualität durch Nähe (Themenfeld Landwirtschaft - Wirtschaft – Energie)
  4. Unser Lebensraum die Region Oberkappel (Mobilität, Verkehr und Siedlungsentwicklung)

Viele Projekte aus diesen Themenbereichen wurden in Angriff genommen und manche auch realisiert oder sie sind in Arbeit. Die LA21 sollte Visionen schaffen und die Mitarbeit und Kreativität der Bevölkerung über Gemeinde-und Parteigrenzen hinaus fördern um einen zukunftsfähigen Lebensraum zu schaffen und zu erhalten.

Als Kernteamleiter wünsche ich mir weiterhin eine gute Zusammenarbeit und dass noch viele gute Anregungen aus der Bevölkerung kommen, denn auch mit vielen kleinen Schritten kommt man weit.

Als weiterführende Maßnahme ist eine Regionale Agenda der vier Gemeinden Hofkirchen, Neustift, Oberkappel und Pfarrkirchen geplant. Es soll ein Netzwerk entstehen, das den Gemeinden helfen soll gemeinsam mehr zu erreichen.

Im Anschluss Informationen über den Stand
der verschiedenen Projekte der Agenda 21:

Beachvolleyballplatz Oberkappel


Freibad

Den besten und aussichtsreichsten Standort für den Beachvolleyballplatz bietet nach
wie vor das Freibad Oberkappel. Dreiviertel aller oberösterreichischen Beachvolleyballplätze sind im Bereich von Bädern situiert und zugleich die bestangenommenen Spielplätze. Der Platz soll in einer einfachen Variante errichtet werden. Das Mittelnetz samt Säulen soll im Falle einer Überflutung leicht abgebaut werden können. Seitens der Gemeinde wird das Projekt sehr unterstützt. Man wünscht sich als Voraussetzung für die Verwirklichung jedenfalls eine entsprechende Begeisterung der Oberkappler Jugend, die sich aktiv um die Pflege des Beachvolleyballplatzes kümmern soll. Daran wird es in Oberkappel sicherlich nicht scheitern.

OBERKAPPEL IST JUGENDFREUNDLICHE GEMEINDE

Tanzkurs

Diesen Herbst (ev. Anfang September 2008) ist in Oberkappel ein Tanzkurs für Anfänger zum Erlernen der sogenannten „Grund-Tänze“ geplant. Als Abschluss an den 10-wöchigen Kurs ist eine Fahrt zu einem Linzer Ball vorgesehen, damit die gelernten Tänze direkt auf einer „echten“ Tanzfläche umgesetzt werden können. Genauer Beginn, Kosten und Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Kindervolkstanzgruppe

Kindervolkstanz Seit fünf Monaten gibt es wieder eine Kindervolkstanzgruppe in Oberkappel. Frau Maria Raab hat sich mit sehr viel Engagement um deren Ausbildung angenommen. Man spürt, dass die Kinder mit sehr viel Spaß und Eifer bei der Sache sind und das Rhythmusgefühl mit jeden Mal üben besser wird. Jedes Mal möchten die Kinder etwas
Neues lernen. Besonders freut Frau Raab, dass auch 8 Jungen mittanzen und es so 8
echte Paare sind. Die Idee und der eigentliche Grund für Frau Raab diese Kindervolkstanzgruppe zu gründen war aber etwas zu schaffen, was die Kinder über die gemeinsame Schulzeit hinaus verbindet. Etwas wo sie sagen können, da gehöre ich dazu.

DIE SONNE ALS STARKES SYMBOL

Sonnenzeitpark Oberkappel bleibt aktuell -
Wird die größte Sonnenuhr Europas doch verwirklicht?

Die größte Sonnenuhr Europas in einem Sonnenzeitpark zu errichten bleibt weiterhin das Ziel des Vereins und verfolgt auch in Zukunft das Ziel diesen geplanten Erlebnispark zu verwirklichen. Auch wenn zurzeit wesentliche Fragen ungeklärt sind, bleiben die Mitglieder dennoch optimistisch und beschlossen den Fortbestand des Vereins „ Wir werden versuchen einen Weg zu finden, damit dieses Großprojekt verwirklicht werden kann. „ so der einheitliche Tenor auch des Vorstands. „ Wir sind in unserer Gesamtkostenplanung hoch, daher schrecken auch mögliche Verantwortliche aus Wirtschaft und Politik zurück, wenn sie von der Größe und Tragweite des Projekts erfahren. „ so der Vorsitzende Peter Klonowski.“ Es ist halt kein Wanderweg.“

Trotzdem haben die Oberkappler insgesamt die Nase weit vorn. Zu dem Projekt Sonnenzeitpark gibt es immerhin eine detaillierte Machbarkeitsstudie, die dem Großprojekt maximale Effizienz in Sachen touristischer Entwicklung der gesamten Region bescheinigt und auch der Faktor „ Nachhaltigkeit „ in allen Bereichen, wie Arbeitsplätze, Bildungsangebot, Entwicklung der lokalen Infrastruktur usw…. diagnostiziert. „ Es wäre denkbar und sogar wünschenswert, wenn sich die Verwirklichung dieses Projekt die ganze Region zur Aufgabe machen würde. In diesem neuen Denken entsteht die Entwicklung von Heimat.

Mit Kirchturmdenken kommen wir da nicht weiter! „ sagte Peter Klonowski und fand durchaus den Beifall auch des Bürgermeisters Karl Kapfer.

Kulturverein OKay - Projekt "Wundsams Schusterhaus"

Schusterhaus

Am 15.April 2008 wurde in Oberkappel der Kulturverein OKay gegründet. Das Ziel, in Oberkappel einen Kulturverein zu gründen, besteht schon ziemlich lange. Nach mehrmaligen Anläufen ist es jetzt gelungen, am 15. April 2008 wurde der Grundstein für diesen Verein gelegt.

Die Bezeichnung „OKay“ beinhaltet die Abkürzung für Oberkappel sowie das gebräuchliche Wort okay für Zustimmung. In Oberkappel ist das Kultur- und Vereinsleben sehr aktiv und bildet einen wesentlichen Bestandteil unseres Gesellschaftslebens. Die Organisation der dafür verantwortlichen Vereine ist durchwegs sehr klar und gut. Manche Initiativen sind allerdings nicht vereinsmäßig organisiert. In den Statuten wurde das Ziel des Vereins folgendermaßen festgelegt:

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, bezweckt die Förderung und Koordination von Kultur, Brauchtum, Ortsbild, Kunst und Bildung auf parteipolitisch unabhängiger Ebene.

Vordergründig war die Gründung eines Vereins aber auch wegen der Neubelebung des Wundamhauses notwendig. Dieses historische Schusterhaus ist ein Kulturjuwel und kulturelles Kleinod und soll für Oberkappel erhalten werden. Intensive Vorbereitungsarbeiten laufen bereits seit einiger Zeit. Unterstützt wird dieses Projekt vom Museumsverbund OÖ. Diese Aufgabe wird in Zukunft einen Teil des Vereinszwecks des Dachvereines OKay bilden, ebenso wie manch andere Initiativen in Oberkappel ( Kirtag, Vorweihnacht, Silvester, Orstbild usw.) Diese Veranstaltungen sind zum Teil schon organisiert. Funktionierende Strukturen sollen unterstützt und fehlende Organisationen gebildet werden. Deshalb ist die Gliederung des Vereins in die jeweiligen Sektionen vorgesehen.

Ebenso zum Programm gehören soll die Organisation von Bildungsveranstaltungen und Kulturfahrten.

Die Finanzierung ist ebenso in den Statuten festgelegt: Der Verein finanziert sich durch Spenden, Förderungen sowie Mitgliedsbeiträge.

In diesem Sinne treten wir an alle Oberkappler und Oberkapplerinnen mit der Bitte heran, die Ziele des OKay zu unterstützen und bei diesem Verein Mitglied zu werden und den jährlichen Mitgliedsbeitrag von Euro 10,- zu zahlen.

Beitrittserklärungen sind bei der RaiBa Oberkappel und den Vorstandsmitgliedern erhältlich: Obmann Adolf Aumüller, Obmann-Stv. Alois Stöbich, Kassier Leopold Stadler, Kassier-Stv. Johannes Süß, Schriftführerin Michaela Pfeil, Schriftführer-Stv. Franz Hauer, Kassenprüfer Erwin Altendorfer und Manuel Krenn.

WIR PFLEGEN UNSER BRAUCHTUM UND UNSERE GESCHICHTLICHEN WURZELN

Oberkappler Tracht

In nur drei Monaten ist es einem Team gelungen, Oberkappler Trachten zu kreieren. Groß ist das Interesse durch eine Oberkappler Tracht Heimatverbundenheit zu zeigen.

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Vier verschiedene Trachtenmodelle wurden erarbeitet. Eine Alltags-, eine Festtracht, ein Kostüm für Damen und ein Trachtensakko mit Weste für Herren. Die Farben der Oberkappler Trachten sind ausschließlich braun, grün, rot und schwarz in allen Tönen und weiß für Bluse und eventuell Muster in Rock und Schürze. Beim Verschluss sowohl bei Dirndl als auch beim Kostüm und bei der Männertracht werden geprägte Oberkappler Wappenknöpfe verwendet.

Die Möglichkeit zum Kauf dieser Knöpfe besteht während der Amtsstunden am Gemeindeamt Oberkappel bei Michaela Pfeil. Dort sind auch detaillierte Skizzen und Modellbeschreibungen erhältlich.

Stoffe für die Oberkappler Trachten gibt es im Heimatwerk Linz und bei Firma Holzinger – Eferding. Beide Geschäfte gewähren einen Rabatt von zehn bis zwanzig Prozent. Wir freuen uns, dass dieses Projekt so rasch und reibungslos von der Planung bis zur Umsetzung gelungen ist und auf viele OberkapplerInnen in Oberkappler Tracht.

Weitere Informationen bei Gabi Gierlinger: 0676 905 11 02.

Die Trachtenmodelle sind ab sofort in der Raiffeisenbank Oberkappel zu besichtigen.

Straßennamen

Straßennamen für den Ort Oberkappel wurden vom Arbeitskreis “Unser Lebensraum
die Region Oberkappel” mittels Befragung der Ortsbewohner ausgewertet und im Gemeinderat beschlossen.

Derzeit wird an der Form und Beschriftung der Haus- und Straßenschilder gearbeitet. Ende diesen Jahres bzw. Anfang 2009 soll die Straßennameneinführung durchgeführt sein. Dann wird es erstmals einen Ortsplan für Oberkappel geben. Über die weiteren Schritte werden die betroffenen Bewohner in Oberkappel rechtzeitig informiert.

Heimatbuch

Die Sammlung der Beiträge für das Heimatbuch ist großteils abgeschlossen. Es werden nun die großen Mengen an Daten und Bildern gesichtet und geordnet, so dass vielleicht im Herbst die Verhandlungen mit dem Verlag begonnen werden können und der Druck in Angriff genommen werden kann.

Das Heimatbuch soll eine möglichst genaue Aufarbeitung unserer Vergangenheit, der Geschichte unserer Heimat sowie der Ortschaften und der einzelnen Häuser beinhalten.

Weiters soll das Zukunftsprofil (erarbeitet von den Mitarbeitern/innen der LA 21) und der neue Straßenplan in diesem Buch enthalten sein. Sollte noch jemand interessante Beiträge, Fotos oder Informationen für dieses Buch haben so ist jetzt die letzte Gelegenheit diese abzugeben. Wenn der Druck dieses Werkes abgeschlossen ist, wird es in einer größeren Veranstaltung präsentiert.

WIR SORGEN FÜR EINE MÖGLICHST NAHE PFLEGE UND SOZIALE BETREUUNG

Sozialkreis Oberkappel

Altenhofer IngridSeit einem Jahr besteht nun wieder ein Sozialkreis in Oberkappel. Geleitet von Obfrau Elfriede Schwarz unterstützt dieser ältere Menschen aus und um unseren Ort und bindet sie in ihre Gruppe ein.

So wurden am 14. Mai 2008 unsere älteren MitbürgerInnen ins Haus Seipelt Kathlmühle) zu einem gemütlichen Nachmittag bei Gesang, Lesungen, Plaudern und Bewirtung mit Kaffee und Kuchen eingeladen. Außerdem kümmert sich der Sozialkreis um das Angebot „Essen auf Rädern“, welches derzeit fünf ältere Menschen in Anspruch nehmen. Das tägliche Mittagessen wird vom Gasthof Süss zubereitet und von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Erika Saxinger, Veronika Stadler, Elfriede Schwarz, Marianne Stadler, Ingrid Altenhofer und Anna Seipelt zugestellt.

Werden auch Sie Mitglied beim Sozialkreis!
Nähere Auskünfte dazu erhalten Sie bei Obfrau Elfriede Schwarz (Tel.: 07284/434) oder bei Frau Hildegard Past (Raiffeisenbank Oberkappel, Tel.: 07284/232)

(Obfrau Elfriede Schwarz, Obfrau-Stv. Erwin Altendorfer, Kassierin Hildegard Past,
Schriftführerin Veronika Stadler, Kassenprüfer Karl Kapfer und Wolfgang Pöschl).

Nahwärme Oberkappel

Nahwärmeheizwerk Bei den Veranstaltungen und Diskussionen im Zuge der Agenda 21 entstand unter anderem auch die Idee, in Oberkappel einen Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit bzw. Klimaschutz zu gehen, und ein Nahwärmeheizwerk zu errichten, das mit Hackschnitzel aus den umliegenden Wäldern betrieben werden sollte.

Einige von uns Land- u. Forstwirten nahmen sich des Projektes an und loteten das Interesse der Besitzer der in Frage kommenden Häuser aus. Die Reaktionen und Einstellungen dazu waren durchaus positiv. Daraufhin fanden zwei Infoabende für potentielle Wärmekunden statt, an denen Ing. Konrad Mayer über das Vorhaben informierte und Fragen der Zuhörer beantwortete. Bei späteren Einzelberatungsgesprächen wurden detaillierte Heizkostenvergleiche z.B. mit Heizöl oder Gas erstellt, um die oft großen Einsparungen allein beim Heizölkauf und erst recht beim Vollkostenvergleich aufzuzeigen und damit die Sinnhaftigkeit dieses Projektes darzustellen. Als heuer im Frühjahr klar wurde, dass genug Wärmekunden mitmachen würden, gründeten wir den Verein „Nahwärme Oberkappel“ der mit seinen 14 Mitgliedern offiziell das Nahwärmeheizwerk betreiben wird.

Die Vereinsorgane sind :
Obmann : Perr Alois, Osterwasser 5
Obmann Stv.: Tausch Josef, Kaffring 7
Schriftführer: Schinkinger Ernst, Mollmannsreith 7
Kassier: Pfeil Anton, Lamprechtswiesen 4

Derzeit sind 25 Wärmekunden mit einer Gesamtanschlussleistung von ca.680 KW angemeldet. Dies bedeutet eine Einsparung von ca.135 000 l Heizöl pro Jahr. Baubeginn ist ca. Mitte August. Die Bauzeit wird wahrscheinlich 2,5 bis 3 Monate in Anspruch nehmen.

Der Verein bedankt sich besonders bei Familie Rumetshofer, die durch ihr Entgegenkommen beim Verkauf des Baugrundes diesen zentralen Standort für das Gebäude ermöglicht hat.

Schlusswort unseres Bürgermeisters Karl Kapfer

Kapfer Karl

Die Lokale Agenda 21, welche überparteilich und mit breiter Bürgerbeteiligung arbeitet, wirkt wie ein Turbo bei unseren Projekten. Um diesen Schwung mitzunehmen hat der Gemeinderat am 20. Juni 2008 die Weiterführung einer Regionalen Agenda beschlossen. So soll das Gemeinsame in der Region durch gemeindeübergreifende Projekte gestärkt werden. Es tut sich sehr viel in unserer Gemeinde im kulturellen, wirtschaftlichen sowie kommunalen Bereich.

Herzlichen Dank an alle, die bei der Lokalen Agenda 21 mitarbeiten. Besonderer Dank gebührt unserem Kernteamleiter Herrn Erwin Altendorfer für seinen unermüdlichen Einsatz und die erzielten Erfolge!

Euer Bürgermeister Karl Kapfer

22.07.2008 00:00