Volksschüler Oberkappel unterstützen mit Markus Katzlinger Kinder in Burkina Faso

14.12.2009 00:00

Markus Katzlinger mit Kindern aus Burkina Faso

Viele Kinder in Burkina Faso dürfen nicht in die Schule gehen, weil ihre Eltern über kein regelmäßiges Einkommen verfügen, sonderen nur 1x im Jahr eine karge Ernte einbringen.

Die Oberkappler Vorweihnacht wird von den Schülern der Volksschule mitgestaltet. Nach der weihnachtlichen Stunde in der Kirche werden Sie um eine freiwillige Spende ersucht.

Diesen Beitrag möchten wir Herrn Katzlinger Markus übergeben, der das Geld direkt zu den Familien in Burkina Faso bringt. Mit 76 Euro kann ein Kind in Burkina Faso ein Jahr lang die Schule besuchen.

Klassenzimmer

Bitte helfen Sie mit, dass möglichst viele Kinder die Chance auf Bildung bekommen!

Gerne können Sie auch privat spenden:
Entwicklungswerkstatt Austria (EWA), 5400 Hallein, Thunstraße 16/2
Konto Nr. 0296/32700-00
BLZ: 12000

Die EWA ist eine österreichische Organisation, die ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt. Seit 1986 fürht die EWA in der Sahelzone in Westafrika Entwicklungsprojekte durch.

BruderSchwester

 

Wissenswertes über Burkina Faso

Fläche 274.200 km²
Einwohnerzahl 13.730.258
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Ouagadougou
Staatsform Republik
Bevölkerungsdichte 51 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 411 US-$ (= ca. 1 $ pro Tag)

Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. Das Land stand bis 1960 unter französischer Kolonialherrschaft.

 

Kinder

 

Webstühle für Afrika

Vor rund einem Jahr bekam die Fa. CHICO – Hängematten Ges.m.b.H. die Möglichkeit sich an einem großen Entwicklungshilfeprojekte zu beteiligen. Dieses Projekt sollte in Kooperation mit der EWA (Entwicklungs-Werkstatt-Austria) realisiert werden. Inhalt dieses Projektes war es, die in Afrika bereits vorhandenen Handwebstühle (Webbreite 150 cm), mit geeigneter Technologie auf automatische Webstühle umzurüsten. Dies wurde mit einem Bausatz aus pneumatischen Antriebselementen und einer elektronischen Steuerung verwirklicht.

Für die gesamte Planung und Abwicklung dieses Einsatzes hatte sich die Fa. Chico entschlossen, mich als Projektleiter einzusetzen. In den folgenden 6 Monaten wurden nun 2 Stück dieser Bausätze Entwickelt und gefertigt. Mein eigentliches Abendteuer begann aber erst letzten August mit der 4 wöchigen Inbetriebnahme und Einschulung in Afrika (Burkina Faso).

Auf meinen Einsatz wurde ich von Herrn Griesser Franz (Techniker, Dolmetscher) und Herrn Giegerl Herbert (Presse) begleitet. Wir waren in einem großen Schul- und Bildungszentrum direkt in der Hauptstadt Ouagadugo tätig. Untergebracht waren wir in einer Missionarsstation einer kirchlichen Organisation. Die meiste Zeit waren wir mit einem der beiden zum Projekt gehörenden Pickup (Toyota) unterwegs. Natürlich mit Chaffeur (André 26). Selber fahren in Afrika ist nicht ratsam! Des Weiteren erledigt natürlich unser André auch diverse Einkaufe und Besorgungen für uns, wo es aus Kostengründen für uns besser war, als Weißer nicht einzukaufen! Mit der Verständigung klappte es mit französisch und englisch ganz gut. Mit ein Ureinwohnern mit Händen und Füßen.

Die ca. 60 verschiedenen Landessprachen sind für uns unaussprechlich. Sie wurden nur benutzt wenn wir nichts verstehen dürften, zum Beispiel beim Handel auf Märkten usw. Die Nahrungsversorgung bestand vorwiegend aus kohlehydratreichen Lebensmittel wie Weisbrot, Reis, Kartoffen, Mais. Natürlich gab es auch Fleisch, vorwiegend Rind od. Schaf, dass man aber durchwegs doppelt so lange kauen musste als bei uns. Absolut tabu war Leitungswasser. Trotz einer starken Beimengung von Chlor bekam man davon sofort Durchfall. Das heißt keine Gläser verwenden, nur aus Flaschen trinken, Zähneputzen mit Mineral aus der Pet – Flasche, und keine Lebensmittel die nicht gekocht oder gebraten sind. Kein Salat, kein Obst ohne Schale.

Natürlich gab es zwar viele Lebensmitten und andere Sachgüter in Supermärkten zu kaufe, das meiste davon wird aber importiert, mit sehr hohen Zöllen (bis zu 100%) belastet, und ist daher oft teurer als in Europa. Zu Beispiel. 1 Liter Milch aus Frankreich kostet 1,40 Euro. Für einen normalen Burkinabe nicht erschwinglich. Kein Wunder also das ein „normaler“ Supermarkt von bewaffnetem Sicherheitspersonal bewacht wird. Die Bevölkerungszahl der Hauptstadt kann aufgrund der mangelnden Aufzeichnungen nur geschätzt werden und liegt bei ca. 1,3 – 2 Millionen Einwohner. (zensuriert) Ein großer Teil davon lebt auf der Straße. Burkina Faso zählt zu einem der ärmsten Länder der Welt und ist ca. 3 x so groß wie Österreich.

Durch unseren Einsatz soll es nun ermöglich werden, den eigenen Rohstoff Baumwolle, rationeller zu Verarbeiten, und damit selbst erwerbsfähiger zu werden. Nur durch diese nachhaltige Form der Hilfe zur Selbsthilfe ist langfristig eine Verbesserung der Situation möglich.

Markus Katzlinger

 

14.12.2009 00:00