„Wie kocht man einen Frosch?“ - Burn-out Prophylaxe Vortrag der Gesunden Gemeinden

25.09.2012 00:00

Am Bild von links: Referentin Gisela Steinkogler, Arbeitskreisleiter der GG Oberkappel Max Öller, Arbeitskreisleiterin der GG Neustift Irene Rosenberger

Am Bild von links: Referentin Gisela Steinkogler, Arbeitskreisleiter der GG Oberkappel Max Öller, Arbeitskreisleiterin der GG Neustift Irene Rosenberger

Von dem außergewöhnlichen Titel des Vortrags „wie kocht man eine Frosch“ fühlten sich etwa 50 Interessierte angesprochen. Das Thema „Burn Out“ hat sich in unseren Köpfen manifestiert und sogar die WHO bezeichnet die „Stressbelastung als Umweltkatastrophe“.

Gisela Steinkogler ist diplomierte Burn-Out Prophylaxetrainerin und erklärte in ihrem gelungenen Vortrag äußerst anschaulich und beispielhaft die Umstände, unter denen es zur Erkrankung kommen kann und wie man vorbeugt. Bereits seit 1974 ist der Begriff „Burn Out“ bekannt und führt zu einer deutlichen Erhöhung der Krankenstände in den letzten Jahren.

In ihrer Erklärung, den Titel betreffend erzählt Fr. Steinkogler von einem grausamen Experiment, das mit Fröschen durchgeführt wurde.

„Wirft man einen lebenden Frosch in kochendes Wasser, springt er sofort wieder heraus. Gibt man das Tier allerdings in kaltes Wasser, das ständig erwärmt wird, verfällt der Frosch in eine Art „Starre“ und kann sich daraus nicht befreien“, sagt die Referentin.

Dies spiegelt auch menschliche Verhaltensweisen wider. Befindet man sich in einer akuten Stresssituation, kann Mann/Frau diese meist gut bewältigen. Hat man chronischen Stress oder steht unter Dauerbelastung, ist es deutlich schwieriger bis unmöglich, allein aus dieser Belastung heraus zu finden.

Hier kann „Burn Out“ entstehen. Das Gegenteil davon gibt es ebenso, sagt Fr. Steinkogler: „ Bore Out“ - wird etwa bei Langzeitarbeitslosen oder Hausfrauen beobachtet, die geistig dauerhaft unterfordert sind.“

Zum Abschluss gab es für alle einen "Spick-Zettel" mit einigen wichtigen Burn-Out Prophylaxe-Tipps wie z.B. tägliche Bewegung in der Natur; tägliches, zehnminütiges, bewusstes Schweigen; Humor; erfüllendes TUN aus der Kindheit wieder aktivieren und körperliche Berührungen, Streicheleinheiten.

Die Gesunden Gemeinden Oberkappel und Neustift haben diesen Vortrag gemeinsam organisiert und starten damit in einen aktiven Herbst mit zahlreichen Veranstaltungen.

 

25.09.2012 00:00