VS Mollmannsreith

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Volksschule Mollmannsreith

Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist die Volksschule in Mollmannsreith geschlossen. Hier wurden nun Kindergartenräume eingerichtet.

Auszug aus der Schulchronik

Auf 7-jähriges Betreiben von Josef Falkner, Bauer in Haselbach und Franz Hofmann, Schuhmachermeister in Mollmannsreith wird 1907 die Volksschule Mollmannsreith gegen den Willen der Gemeinden Kollerschlag, Oberkappel und Atzesberg, insbesondere auch des Pfarrers von Kollerschlag, Franz Wintersberger, gegründet. Baumeister des Schulgebäudes war der Maurermeister Josef Stadler aus Peilstein. Kosten des Schulbaues 20.000 Kronen Fertigstellung im Herbst 1909 und Ausschreibung des Schulleiterpostens im Dezember 1909. Schulleiter wurde Siegmund Schulz. Offizielle Einweihung des Schulgebäudes am 5. April 1910 mit gleichzeitigem Unterrichtsbeginn.

Ende September 1918 bricht in Mollmannsreith die „Spanische Grippe“ aus, Kranke in allen Häusern, viele Todesfälle, darunter auch Kinder, die Schule wird 17. Oktober bis 11. November 1918 gesperrt. Im Jänner 1919 treten die „Schwarzen Blattern“ auf, die Schule wird vom 29. Jänner bis 21. März 1919 neuerlich gesperrt.

Am 2. Juli 1922 besucht der Bezirkshauptmann Dr. Enzinger die Schule. Der kommende strenge Winter und starken Schneestürme verhindert zeitweise den Schulbesuch der Kinder. Im Fasching 1923 führt die Freiwillige Feuerwehr Mollmannsreith das Theaterstück „Der Gemeindedepp“ auf. Aus dem Reingewinn erhält die Schule 200.000 Kronen zur Anschaffung von Lehrmitteln und Büchern.

Am 26. Juli 1925 wird die Schule wegen Diphterie gesperrt.

Am 11. Juli 1926: Weihe der Schulfahne in Kollerschlag, Fahnenpatin Frau Huber aus Schöffgattern, 16. Juli 1926 Besuch von Bischof Gfällner an der Schule.

25. Juli 1926: Der Großteil der Bevölkerung befindet sich in der Kirche. Großbrand in Mollmannsreith, Brandausbruch im Hause Himsl Mollmannsreith 23 durch einen schadhaften Kamin, 24. Häuser in Mollmannsreith brennen nieder, lediglich drei Männer und die daheimgebliebenen Frauen standen der Feuersbrunst am Anfang gegenüber. Der Landeshauptmann besucht die Brandstelle, eine Hilfskomitee für Mollmannsreith wird eingerichtet, das folgende Regenwetter macht die Brandruinen unbewohnbar, vorübergehend werden die durch den Brand obdachlos gewordenen Familien in der Volksschule untergebracht.

Am 13. Juni 1932 stehen die Häuser entlang des Mühlbaches nach einem heftigen Gewitterregen unter Wasser. Regulierung des Mühlbaches wegen der dauernden Hochwasser erfolgt.

Am 5. Jänner 1935 erster Radiobericht über Mollmannsreith über das Rauhnachtsingen in Schöffgattern.

1935 überlässt der Gastwirt Jungwirth ein Stück Wiese für den Turnunterreicht.

Am 21. März 1943 wird der Pachtvertrag für den Turnplatz gekündigt, der Turnunterricht entfällt.

Im Jahre 1945 wird die Schule wegen Brennmaterialeinsparung geschlossen. Dafür werden Flüchtlinge in der Schule einquartiert.

Am 30. April 1945 Granateinschläge rund um die Schule, die Bevölkerung flüchtet in die Keller und in den Wald. In der Folge einige Wochen amerikanische Besatzung im Dorf, keine Besetzung des Schulhauses, Bevölkerung flüchtet in Schulhaus.

Am 31. Juli 1945 kehren die russischen Besatzungstruppen zurück, der Schulleiter flüchtet mit Familie über die Donau, das Schulhaus wird von den Russen als Behelfskaserne eingerichtet, 300 Russen samt Pferden und Tross ziehen im Trenkhof aber auch in anderen Bauernhöfen ein, 19.8.1945 Abzug der russischen Besatzung. Die Schule bleibt offen und wird von der Bevölkerung geplündert, auch Zeugnisse werden mitgenommen.

Am 5. Mai 1949 Inspizierung des Erweiterungsbaues für die 2. Klasse.

Am 23. Mai 1949 stirbt der Mitbegründer der Volksschule Josef Falkner. In der Karwoche 1950 kommt die Bewilligung des Zubaues durch den Landtag, Beginn der Bauarbeiten im Juni 1950. In den Ferien Verhandlungen über die Errichtung eines Lehrerwohnhauses, ab 16. Oktober 1950 zweiklassige Führung der Volksschule, am 18. November treffen die neuen Schulmöbel ein.

Im September 1952 wird das neue Lehrerwohnhaus fertiggestellt. Im Februar 1971 besichtigt eine Kommission die Schule wegen der bevorstehende Sanierung.

Am 6. Juli 1971 erster Badetag in Oberkappel, vom 100 Kindern können nur sechs schwimmen. Im September 1971 muss die Schule geräumt werden, der Unterreicht wird in Privathäuser verlegt. Im Jänner 1973 übersiedelt die Schule in das sanierte Schulgebäude. Im Lehrerwohnhaus wird Fließwasser eingeleitet.

1974
wird die Oberstufe aufgelöst, die Schule wird zweiklassig geführt. Gemeindearzt Dr. Sarmini hält jeweils am Donnertag Nachmittag Ordination in der Volksschule.

1984 Eröffnung der Stockbahnen und des Spielplatzes in Mollmannsreith

2001 Abbruch des Lehrerwohnhauses und Baubeginn der Turnhalle und Beginn der Sanierung des Schulgebäudes.


2001 Ein Mehrzwecksaal (10 x 14 m) wurde an die derzeit einklassige Volksschule in Mollmannsreith angebaut. Damit erhalten die Schüler erstmals Gelegenheit in einer Turnhalle zu turnen. Als Mehrzweckhalle errichtet, steht sie auch den zahlreichen Vereinen für die außerschulische Benützung offen. Gleichzeitig wurde die im Jahr 1907 gegründete Volksschule zum dritten Mal generalsaniert. Das Dach und die Fassade wurden erneuert. Die oberste Geschossdecke wärmegedämmt, eine neue Hackschnitzelheizung eingebaut und die Unterrichtsräume neu möbliert.

2007 Die Volksschule Mollmannsreith wird geschlossen und der Kindergarten Oberkappel zum Teil nach Mollmannsreith verlegt.